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Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ)

Im Quartier „Am Röthegraben“ wohnen viele Personen im ALG-II Bezug. Insbesondere bei Personen mit verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit muss sich verstärkt auf individuelle Angebote orientiert werden.

Die Stadt Luckenwalde hat sich zusammen mit dem Diakonischen Werk Teltow-Fläming e.V. und der SBH Südost GmbH erfolgreich um eine Teilnahme am ESF-Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ (BIWAQ) beworben. Weitere wichtige Partner sind das Jobcenter Teltow-Fläming in Luckenwalde und das Quartiersmanagement „Am Röthegraben“ des Regionalverbandes Fläming-Elster der Volkssolidarität LVB e. V.

Im Rahmen der BIWAQ-Förderung werden drei Teilprojekte „Nachbarschaftsgarten“, „Stadtteilcafé im Bürger- und Kieztreff“ und „Jobcenter im Kiez“ durchgeführt, die insbesondere die (nachhaltige) Integration von (langzeit)arbeitslosen Frauen und Männern aus dem Quartier „Am Röthegraben“ befördern.

Nachbarschaftsgarten:

Auf den Außenflächen des kommunalen Objektes in der Schützenstraße 6 soll mit überwiegend (langzeit)arbeitslosen Bewohnern ein Nachbarschaftsgarten angelegt und ökologisch bewirtschaftet werden. Der Großteil des Gartens soll als Anbaufläche für Obst und Gemüse durch die Projektteilnehmer ökologisch bewirtschaftet und ein ggf. ein kleiner Teilbereich als Treffpunkt für die Quartiersbewohner und Nutzer des Objektes gestaltet werden (z. B. durch die Schaffung von Sitzmöglichkeiten, Überdachung, Grillplatz etc.). Der Baustein beinhaltet Coaching- und Qualifizierungsaktivitäten zum ökologischen Bauen sowie in den Berufsfeldern Garten-/ Landschafts-/ Gemüseanbau, Landwirtschaftshelfer.

Stadtteilcafé im Bürger- und Kieztreff:

In einem weiteren Teilprojekt sollen die Ernteerträge aus der Bewirtschaftung des Nachbarschaftsgartens in einem Stadtteilcafé im MehrGenerationenHaus "Bürger- und Kieztreff" Burg zu einem Mittagstisch weiterverarbeitet und an bedürftige Bewohner des Quartiers ausgereicht werden. Die Zubereitung von Speisen und die Bedienung der Gäste werden durch die Teilnehmer realisiert. Das Teilprojekt beinhaltet Coaching- und Qualifizierungsaktivitäten in Lebensmittelverarbeitung, Hauswirtschaft, Küchenhilfe und Gastronomieservice.

Jobcenter im Kiez:

In Kooperation mit dem Jobcenter Teltow-Fläming soll in der Schützenstraße 6 ein sehr engmaschiges Kontaktnetz wohnortnah mit sehr kleinteiligen Integrationsschritten durch Intensivbetreuung realisiert werden, welches im Regelbetrieb nicht umsetzbar ist. Hierfür wird aus dem Kreis der Fallmanager ein Stadtteil-Beauftragter vom Jobcenter gestellt. Dieser wird zusammen mit den Integrationsbegleitern der SBH-Südost GmbH Intensivberatungen durchführen sowie individuelle kleinteilige Schritte und Leistungen für die Teilnehmer erarbeiten. Die Umsetzung dieser Schritte wird durch die täglich vor Ort anwesenden Integrationsbegleiter begleitet. Das „Jobcenter im Kiez“ wird zum Kernstück einer „arbeitsmarktlichen Kontaktstelle in dem Quartier“.

Weiterführende Informationen zu dem ESF-Bundesprogramm »Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier« (BIWAQ).

 

Autor: Gabriele Rupsch | zuletzt geändert am: 07.07.2016