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10.03.2017

Neues Fahrzeug für die Stützpunktfeuerwehr

345-mal musste die Feuerwehr Luckenwalde im Jahr 2016 Brände löschen und Hilfe leisten. Dank eines brandneuen Tanklöschfahrzeugs „TLF 4000“ von der Firma Gimaex sind die Kameraden für die anstehenden Einsätze in diesem Jahr noch besser ausgerüstet. Das ist Voraussetzung für ein immer differenzierteres Aufgabengebiet mit ständig steigenden Anforderungen, wie Stadtbrandmeister Jens Reichwehr am 24. Februar zur Jahreshauptversammlung betonte.  

Schon lange geht es nicht mehr nur darum, bei Waldbränden und Verkehrsunfällen vor Ort zu sein und Menschen aus brennenden Gebäuden zu retten. Unter der Vielzahl an neuen Aufgaben haben vor allem die Hilfeleistungen für Personen in Notlagen sowie die Hilfeleistungen bei Unwetter und Naturereignissen zugenommen. Im vergangenen Jahr kamen weitere Herausforderungen dazu, die auch für einen Feuerwehrkameraden nicht alltäglich sind. Zum einen das Fußballspiel im Mai im Werner-Seelenbinder-Stadion mit über 60 Verletzten und zum anderen der Fund einer Bombe in der Kiesgrube am Brandweg. Im Vergleich zum Vorjahr war die Anzahl der Fehlalarme weniger geworden. Im Rückblick auf das vergangene Jahr erinnerte man sich aber auch an die Einweihung der neuen Feuerwache.

Die Luckenwalder Feuerwehr besteht derzeit aus 76 Aktiven in der Freiwilligen Feuerwehr und 18 hauptamtlichen Kräften, 21 Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr und 15 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung.

Im feierlichen Rahmen wurde Rico Kulzk zum Löschzugführer und Thomas Keller zum stellvertretenden Löschzugführer bestellt. Ein großes Dankeschön ging an Eberhard Neumann, der von 2007 bis Ende vergangenen Jahres Ortswehrführer in Frankenfelde war. Bei Dennis Gilewski und Martin Pleß bedankte sich Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide für einen außergewöhnlichen Beitrag, den diese im vergangenen Jahr geleistet hatten. Sie übernahmen die Nachtwache im Rahmen der Evakuierung wegen des Bombenfundes im Brandweg und erklärten sich bereit, insgesamt 25 Stunden lang aufzupassen, dass sich kein Ahnungsloser oder Schaulustiger der Bombe näherte.

Als Höhepunkt der Jahreshauptversammlung übergab die Firma Gimaex das neue Tanklöschfahrzeug, das mit Fördermitteln für die Stützpunktfeuerwehr angeschafft werden konnte, also auch der Partnerfeuerwehr in Nuthe-Urstromtal zugutekommt. Es zeichnet sich unter anderem durch eine Schnellangriffseinrichtung, einen 4000-Liter-Löschwasserbehälter, einen pneumatischen Lichtmast mit LED-Scheinwerfer und einen Einbaugenerator aus. Nach einem kleinen Feuerwerk konnte das neue Fahrzeug bestaunt werden.

Autor: Sonja Dirauf | zuletzt geändert am: 10.03.2017