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Abbrennen von Holzfeuern

Beschreibung

Verbrennen von Stoffen im Freien

Im Land Brandenburg ist das private Verbrennen von Garten- und Haushaltsabfällen im Freien verboten. Maßgebend sind die gesetzlichen Regelungen des Landesimmissionsschutzgesetzes sowie der Abfallkompost- und Verbrennungsverordnung.

Für ein Feuer im Freien darf nur naturbelassenes, trockenes Holz, z. B. Holzscheite, kurze Äste, Reisig oder auch Holzbriketts, verwendet werden.

Frisch geschlagenes Holz trocknet sehr langsam. Erst für längere Zeit gut durchgelüftete Holzscheite dürfen verwendet werden.

Gartenabfälle, wie Rasenschnitt und Laub sowie frischer Baum- und Strauchschnitt, dürfen grundsätzlich nicht verbrannt werden. Diese Dinge sollten im eigenen Garten kompostiert oder über die Laub- und Bündelsammlung entsorgt werden.

Für Abfälle aus gestrichenem, lackiertem oder mit Schutzmitteln behandeltem Holz, mit Teer oder Dachpappe verunreinigtes Abbruchholz sowie Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten u. ä. besteht ein generelles Brenn- und Kompostierverbot.

Genehmigungsfrei sind nur kleine Feuer, deren Größe im Durchmesser und in der Höhe einen Meter nicht übersteigen darf.

Holz- und Reisighaufen sind eine bevorzugte Lebensstätte vieler Tiere. Sie dürfen deshalb keinesfalls direkt angezündet werden. Der Brennstoffhaufen ist daher unmittelbar vor dem Anzünden neu aufzuschichten.

Um Belästigungen der Nachbarschaft auszuschließen, dürfen Holzfeuer im Freien nur gelegentlich abgebrannt werden. Rauchbelästigungen sind in jedem Fall zu vermeiden. Wenn Sie ein Holzfeuer planen, empfiehlt es sich, vorher mit dem Nachbarn zu sprechen.

Ausnahmegenehmigung nicht erforderlich

Eine Ausnahmegenehmigung ist nicht erforderlich, wenn bei Feuerstellen auf privat genutzten Grundstücken eine Gefährdung oder Belästigung nicht zu erwarten ist und folgende Bedingungen eingehalten werden:

  1. Die Obergrenze für Höhe und Durchmesser des Brennstoffhaufens beträgt 1 Meter.
  2. Nur trockenes und naturbelassenes Holz (Holzscheite, kurze Äste und Reisig) verwenden.
  3. Bei anhaltender Trockenheit oder starkem Wind keine Holzfeuer entzünden.
  4. Abfälle gehören niemals ins Holzfeuer. Das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen ist verboten.
  5. Holzfeuer mit Holzspänen oder Kohlen- bzw. Grillentzünder entfachen.
  6. Löschmittel immer bereithalten(zum Beispiel Wasser, Sand, Feuerlöscher).
  7. Brandbeschleuniger wie Benzin, Verdünnung, Spiritus niemals verwenden, Explosionsgefahr!
  8. Die Feuerstelle stets im ausreichenden Abstand zu Gebäuden und brandgefährdeten Materialien anlegen.
  9. Bei starker Rauchentwicklung oder Funkenflug Feuer unverzüglich löschen.
  10. Das Feuer wird bis zum vollständigen Erlöschen der Glut von einer zuverlässigen Aufsichtsperson überwacht. Es muss sichergestellt sein, dass bei starken Winden und bei stärkerer Rauchentwicklung das Feuer sofort gelöscht werden kann.

Im Wald sind Feuer verboten. Der Abstand eines Feuers zum Wald muss mindestens 50 Meter, bei selbstgenutzten Grundstücken in Waldnähe mindestens 30 Meter betragen. Ab Waldbrandgefahrenstufe 4 ist auch auf diesen Grundstücken das Verbrennen verboten.

Oster- oder sonstige Brauchtumsfeuer

Feuer, die die o. g. Bedingungen nicht einhalten, z. B. Oster- oder sonstige Brauchtumsfeuer, sind ohne Ausnahmeerteilung der örtlichen Ordnungsbehörde nicht zulässig. Auf die Erteilung einer Genehmigung besteht kein Rechtsanspruch.

Notwendige Unterlagen

ggf. Skizze vom Abbrennort

Seite drucken | zuletzt geändert am: 26.08.2016